Alzheimer: bisher unidentifizierte Substanz in Kaffee verantwortlich für Demenzschutz

(Juni 2011) Kaffeetrinker haben ein verringertes Alzheimer-Risiko, das belegen schon frühere Studien. Worauf dieser Schutzeffekt beruhen könnte, haben Forscher der University of Florida in Tampa untersucht.

Offenbar verbindet sich eine noch unbekannte Komponente des Kaffees mit dem Koffein und erhöht dann den Blutspiegel an GCSF (Granulocytes Colony Stimulating Factor). Dieser Wachstumsfaktor könnte Stammzellen aus dem Knochenmark dazu stimulieren, ins Gehirn einzuwandern und das schädliche Beta-Amyloid-Protein zu entfernen.

Außerdem könnte er neue Verbindungen zwischen Gehirnzellen knüpfen und die Bildung neuer Nervenzellen fördern, so die Autoren. Bei Alzheimer-Patienten ist GCSF stark erniedrigt.

Quelle:
Chuanhai Cao et. al.: Caffeine Synergizes with Another Coffee Component to In-crease Plasma GCSF: Linkage to Cognitive Benefits in Alzheimer’s Mice; Journal of Alzheimer’s Disease, 25(2), 28. Juni, 2011
www.j-alz.com/press/2011/20110621.html