Aktuelle Auswertung von 21 unabhängigen Kohorten-Studien: keine Hinweise auf einen negativen Zusammenhang zwischen Kaffee-Konsum und dem Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen
Die demnächst im International Journal of Cardiology erscheinende Meta-Analyse einer chinesischen Arbeitsgruppe hatte in MEDLINE und PubMed alle relevanten Arbeiten zwischen Januar 1966 und Januar 2008 gesucht und dabei 21 unabhängige Kohorten-Studien identifiziert, die sich mit dem Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen (KHK) und dem Kaffee-Genuss befassten.
Die Auswertung dieser Studien ergab, dass das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen durch moderaten (1 bis 2 Tassen Kaffee/Tag) bis hohen Kaffee-Konsum (bis zu 7 Tassen Kaffee/Tag) nicht erhöht wird. Bei Frauen zeigte sich bei moderatem Kaffee-Genuss sogar ein signifikant protektiver Effekt. Bei Männer konnte dieser Effekt nicht beobachtet werden, was die Autoren auf mögliche weitere negative Faktoren, wie z. B. das Rauchen, zurückführen, die bei Männern stärker ausgeprägt sind als bei Frauen, und die den protektiven Effekt des Kaffees überdecken.
Quelle:
Wu J., et al, Coffee consumption and risk of coronary heart diseases: A meta-analysis of 21 prospective cohort studies, Int J Cardiol (2008), doi: 10.1016/j.ijcard.2008.06.051

