Kaffee und Tee enthalten eine Vielzahl von Substanzen, die potenziell das Brustkrebsrisiko beeinflussen können. In beiden Getränken kommt Koffein vor. In Tierexperimenten war gezeigt worden, dass Koffein Tumoren der Brust sowohl fördern als auch unterdrücken kann. Im Kaffee finden sich aber auch verschiedene Polyphenole, einschließlich der Chlorogensäure und der Kaffeesäure, denen positive Wirkungen auf die Gesundheit zugeschrieben werden. Bei ihrer Untersuchung berücksichtigen die schwedischen Forscher den Östrogen und Progesteron-Status der Brusttumoren.
Die Forscher werten für ihre Studie die Daten der schwedischen Mammographie Kohorte aus, die mehr als 60.000 Frauen einschloss und 17 Jahre verfolgte. Bis Dezember 2007 wurden fast 3.000 Fälle von invasivem Brustkrebs identifiziert. Der Umfang des Kaffee- bzw. Teekonsums wurde am Anfang der Studie (1987-1990) und nach 10 Jahren (1997) abgefragt.
Die Auswertung dieser prospektive Kohortenstudie ergab, dass Kaffeegenuss nicht mit dem Auftreten von Brustkrebs in Verbindung gebracht werden kann. Anders sieht dies für den Konsum von schwarzem Tee aus. Hier zeigte sich ein signifikanter Zusammenhang mit dem Auftreten von Brustkrebs, insbesondere bei Östrogen- und Progesteron-positiven Tumoren.
Quelle:
Larsson S, Bergkvist L, Wolk A. Coffee an black tea consumption and risk of breast cancer by estrogen an progesterone receptor status in a Swedish cohort. Cancer Causes Control, published online: 12. July 2009

