Kaffee schützt auch Asiaten vor Typ-2-Diabetes

(Oktober 2008) Eine aktuelle Studie, an der fast 37.000 chinesisch-stämmige Frauen und Männer aus dem Stadtstaat Singapur teilgenommen hatten, bestätigt Beobachtungen, die zuvor schon in Europa und Nordamerika gemacht wurden: Kaffeekonsum hat einen protektiven Effekt auf das Typ-2-Diabetesrisiko – auch bei Asiaten.

In der jetzt im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlichten Studie, hatten die Forscher neben Kaffee auch die Wirkung von Schwarztee und Grüntee untersucht. Die Analyse der Daten ergab, dass der gewohnheitsmäßige Genuss von mehr als 4 Tassen Kaffee pro Tag das Risiko, einen Typ-2-Diabetes zu entwickeln um 30 Prozent verringerte. Ein ähnliches Resultat fand sich beim Schwarztee. Grüntee hingegen scheint hier keinen protektiven Effekt auszuüben.

Damit bestätigt die Studie jene Erkenntnisse, die in den vergangenen Jahren bereits in Europa und Nordamerika gesammelt wurden. Hier hatte sich ebenfalls bei steigendem Kaffeekonsum eine schützende Wirkung auf das Diabetesrisiko gezeigt. Auch die chinesischen Forscher vermuten, dass wohl nicht das Koffein selbst für diesen Effekt verantwortlich zu machen ist, sondern eine Vielzahl der im Kaffee sonst noch vorhandenen Substanzen eine maßgebliche Rolle spielt. Diese weisen entweder antioxidative Eigenschaften auf oder beeinflussen die Insulin-Sensitivität.

Quelle:
Odegaard, A. O. et al., Coffee, tea, and incident type 2 diabetes : the Singapore Chinese Health Study, Am J Clin Nutr (2008); 88: 979-985
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