Kaffee wird weltweit in großen Mengen konsumiert. In Nordamerika und Nordeuropa ist Kaffee die wichtigste Quelle für Antioxidantien. Bekannt ist bereits, dass der gewohnheitsmäßige Genuss von Kaffee sowohl die Sterblichkeit substanziell verringert als auch degenerative, progressive und chronische Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen günstig beeinflusst.
Kaffee enthält einige Substanzen, die auch das Krebsrisiko potenziell beeinflussen können. Dazu zählen die beiden kaffee-spezifischen Diterpene Kafestol und Kahweal, die antikarzinogene Eigenschaften aufweisen und an der Detoxifikation von Karzinogenen beteiligt sind.
Außerdem inhibieren sie die Aktivität der Phase-I-Enzyme, die bei der Karzinogen-Aktivierung eine Rolle spielen und sie stimulieren intrazelluläre antioxidative Abwehrmechanismen. Auch die reichlich vorhandenen Polyphenole im Kaffee, wie Lignan-Phytoöstrogene und Flavonoide zeigen antikarzinogen Eigenschaften. Nicht zuletzt konnte zumindest in Zellkultur gezeigt werden, dass die Kaffeesäure die DNA-Methylierung in bestimmten menschlichen Krebszellen hemmen kann.
Der vorliegende Review von mehr als 70 Veröffentlichungen zum Thema Kaffee und Krebsrisiko kommt zu dem Schluss, dass der Genuss von Kaffee das Risiko von Krebserkrankungen der Leber und der Nieren reduziert. In einem etwas weniger deutlichen Ausmaß trifft dies auch für prämenopausalen Brustkrebs und Kolorektal-Karzinome zu. Bei Krebserkrankungen der Prostata, des Pankreas und des Ovars wurde kein solcher Einfluss beobachtet.
Quelle: A. Nkondjock, Coffee consumption an the risk of cancer: An overview, Cancer Lett. (2008), doi: 10.1016/j.canlet.2008.08.022 (in press)

