Ausgangspunkt für die jetzt im International Journal of Cancer veröffentlichte Kohortenstudie waren die zunehmenden Berichte, dass Kaffeekonsum die Insulinsensitivität verbessert und daher das Risiko für einen Typ-2-Diabetes verringern kann. Da das Risiko, einen Endometriumkrebs zu entwickeln, direkt mit Übergewicht, Insulinresistenz und daraus resultierender Hyperinsulinämie assoziiert ist, lag es nahe zu überprüfen, ob Kaffeekonsum einen Einfluss auf dieses Krebsrisiko ausübt.
Die Forscher werten für ihre Studie die Daten der schwedischen Mammographie Kohorte aus, die mehr als 60.000 Frauen einschloss, darunter 677 Fälle von Endometriumkrebs. Der Umfang des Kaffeekonsums wurde am Anfang der Studie (1987-1990) und nach 10 Jahren (1997) abgefragt.
Frauen, die mehr als 2 Tassen Kaffee täglich tranken, hatten ein statistisch signifikant geringeres Risiko für Endometriumkrebs. Jede weitere Tasse Kaffee senkte das Risiko nochmals um 10 Prozent. Die Risikoverminderung fiel besonders deutlich bei Frauen aus, die übergewichtig bis fettleibig waren. Bei diesen führte jede zusätzliche Tasse Kaffee pro Tag zu einer Risikoreduktion zwischen 12 und 20 Prozent.
Wenn diese Ergebnisse durch weitere Studien erhärtet werden können, so sagen die Wissenschaftler, könnten dies für die öffentliche Gesundheit in den Industriestaaten von großer Bedeutung sein.
Quelle:
Friberg E et al. Coffee drinking and risk of endometrial cancer – a population-based cohort study. Int J Cancer, published online 27. April 2009 in Wiley InterScience (
www.interscience.wiley.com)

