- 1: Allgemeines.
- 2: Vorbemerkung zu Studiendesigns.
- 3: Wirkungen im Überblick.
- 4: Inhaltsstoffe.
- 5: Einfluss auf Psyche und Körper.
- 5.1: Wachheit.
- 5.2: Ängstlichkeit.
- 5.3: Geistige Leistungsfähigkeit.
- 5.4: Schlaf.
- 5.5: Gewöhnung/Abhängigkeit.
- 5.6: Physische Leistungsfähigkeit und Sport.
- 6: Einfluss auf ausgewählte Krankheitsbilder.
Bereits aus dem Jahr 1992 stammt eine Untersuchung, die feststellte, dass die Zufuhr von 300 mg oder mehr Koffein als Einzeldosis die Ängstlichkeit der Versuchspersonen erhöhte (1). Diese Koffeinmenge ist allerdings um ein Vielfaches größer, als sie in einer normalen Tasse Kaffee vorhanden ist. Mit geringeren Koffein-Dosierungen wurde dieser Effekt nicht beobachtet, unter bestimmten Umständen verringerte sich die Ängstlichkeit dann sogar.
Zwei darauf folgende Studien bestätigten den Angst-steigernden Effekt hoher Koffein-Dosen (600 mg und mehr) (2,3). In der Literatur finden sich ansonsten wenige Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und Ängstlichkeit. So zeigten Interventionsstudien mit normalen Koffein-Dosierungen, die an gesunden Probanden oder Patienten mit Angststörungen durchgeführt worden waren, keinen Effekt auf die Ängstlichkeit.
1. Liebermann, H.R. Caffeine. In: Smith, A.P. and Jones, D.M. (Eds.), Handbook of Human Performance, vol. 2.Academic Press, London, pp. 49-72, 1992.
2. Sicard, B.A. et al. Aviation, Space, and Environmental Medicine, 67, 859-862, 1996.
3. Green, P.J. and Suls, J. Journal of Behavioral Medicine, 19, 111-128, 1996.

