- 1: Allgemeines.
- 2: Vorbemerkung zu Studiendesigns.
- 3: Wirkungen im Überblick.
- 4: Inhaltsstoffe.
- 5: Einfluss auf Psyche und Körper.
- 6: Einfluss auf ausgewählte Krankheitsbilder.
- 6.1: Asthma.
- 6.2: Herzerkrankungen.
- 6.3: Diabetes.
- 6.4: Magen-Darm-Trakt.
- 6.5: Gallensteine.
- 6.6: Leberzirrhose.
- 6.7: Nierenfunktion und Wasserhaushalt.
- 6.8: Kalzium-Gleichgewicht und Knochengesundheit.
- 6.9: Schwangerschaft.
- 6.10: Krebs.
- 6.11: Alzheimer-Demenz.
- 6.12: Parkinson.
Einige Studien deuten darauf hin, dass vor allem Frauen mit einer nicht ausreichenden Kalzium-Versorgung durch den Genuss von Kaffee/Koffein geringe Mengen an Kalzium (vier bis sechs mg/Tag) verlieren. Zurückzuführen ist dies vermutlich auf eine verringerte Kalzium-Absorption. Dieser Verlust kann aber schon durch die Zugabe von ein bis zwei Teelöffeln Milch zum Kaffee oder Tee ausgeglichen werden (1).
Die Studienergebnisse zum Einfluss von Koffein auf die Knochengesundheit sind etwas widersprüchlich. Von 31 Untersuchungen fanden 10 einen leicht negativen Effekt, 21 andere Studien konnten keinen Zusammenhang erkennen (2). Dies lässt sich möglicherweise darauf zurückführen, dass für die Knochengesundheit eine Vielzahl verschiedener Risikofaktoren vorhanden ist. So ist es denkbar, dass Kaffeegenuss nur ein Marker für einen anderen, bedeutenderen Risikofaktor darstellt. Beispielsweise ist bekannt, dass Menschen, die gerne koffeinhaltige Getränke zu sich nehmen, weniger Milch trinken. Hierfür spricht auch eine aktuellere Untersuchung aus dem Jahr 2006, die feststellte, dass die tägliche Einnahme von 330 mg Koffein oder mehr, insbesondere bei Frauen mit einer geringen Kalzium-Zufuhr das Risiko für osteoporotische Frakturen leicht erhöhte (3).
1. Barger-Lux, M.J. and Heaney, R.P. Osteoporosis International, 5, 97-102, 1995.
2. Heaney, R.P. Food and Chemical Toxicology, 40, 1263-1270, 2002.
3. Hallstrom et al, Osteoporosis International, Online Edition, May 2006

