- 1: Allgemeines.
- 2: Vorbemerkung zu Studiendesigns.
- 3: Wirkungen im Überblick.
- 4: Inhaltsstoffe.
- 5: Einfluss auf Psyche und Körper.
- 6: Einfluss auf ausgewählte Krankheitsbilder.
Koffein ist ein mildes Stimulans, das Wachheit, Konzentrationsvermögen sowie die mentale und physische Leistungsfähigkeit erhöhen kann.
Koffein wirkt auch als mildes Diuretikum, die Gefahr einer Dehydratation oder eines Mineralstoffverlusts insbesondere bei Sportlern ist aber nicht gegeben.
Menschen mit Asthma können von Kaffee profitieren, da er die Atemfunktion verbessert.
Es liegen keine Beweise vor, dass Kaffee das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen steigert. Herzrhythmusstörungen werden durch mäßigen Kaffeegenuss nicht gefördert, kurzzeitig kann es bei manchen Menschen zu einem leichten Ansteigen des Blutdrucks kommen.
Der Cholesterinspiegel wird nur gering angehoben, wenn der Kaffee auf die skandinavische Weise heiß aufgebrüht wird. Mit löslichem Kaffee oder Filterkaffee wird dies nicht beobachtet.
Welchen Einfluss Kaffee auf das Diabetes-Risiko hat, wird derzeit intensiv untersucht. Immer deutlicher wird dabei, dass Kaffee einen gewissen protektiven Einfluss auf die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes hat.
Die vorhandenen Daten deuten darauf hin, dass Kaffee bei Leberzirrhose einen protektiven Effekt hat.
Einige Studien legen nahe, dass Kaffee das Risiko für Gallensteine und Nierensteine verringert.
Kaffee kann zwar Sodbrennen verstärken, dieser Effekt ist aber so gering, dass auch Menschen mit Refluxproblemen auf Kaffee nicht unbedingt verzichten müssen.
Das Risiko von Magengeschwüren wird durch Kaffee nicht gesteigert.
Es gibt keine eindeutigen Belege, dass moderater Kaffeekonsum (unter 300 mg Koffein täglich) eine Schwangerschaft oder die Gesundheit des Embryos negativ beeinflusst. Ob dies auch für höhere Koffeindosen gilt, ist noch Gegenstand der wissenschaftlichen Diskussion. Bis zu einer endgültigen Klärung ist eine Empfehlung bezüglich des Kaffeegenusses in der Schwangerschaft differenziert zu behandeln.
Die Effekte von Kaffee auf den Kalzium-Haushalt werden als nur leicht negativ bewertet, ein Einfluss auf die Knochengesundheit wird jedoch nicht beobachtet.
Das Krebsrisiko wird durch den Genuss von Kaffee nicht erhöht. Im Gegenteil ergibt sich aus den Studien sogar ein protektiver Effekt hinsichtlich des Kolon-Karzinom-Risikos und bei Männern auch für das Brustkrebsrisiko.
Es mehren sich die Hinweise für eine schützende Wirkung von Kaffee bei Morbus Parkinson und Alzheimer-Demenz.
Im Vergleich zu anderen Getränken, enthält Kaffee deutlich größere Mengen an Antioxidantien, die einen Schutz vor chronischen Erkrankungen bieten können.

